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Moringa kaufen – worauf muss ich achten?

Bio Moringa kann man mittlerweile überall im Internet kaufen und in Online Shops bestellen. Auch in die Regale einiger Bio-Supermärkte, Reformhäuser und Naturkostgeschäfte hat es der Wunderbaum Moringa bereits geschafft. Meist als Moringa Pulver, mal als Moringa Presslinge oder Moringa Kapseln. Es gibt Moringa in Bio Qualität, Rohkost Moringa und “konventionelle” Ware, d. h. Moringa ohne besondere Zertifizierung. Moringa ist – Achtung Wortwitz – in aller Munde. Wirklich? Nicht ganz.

Moringa – Vitalstoffwunder für Kenner und Eingeweihte

Moringa Pflanze Bislang ist die Moringa Fangemeinde noch unter sich. Moringa erfreut sich derzeit vor allem großer Beliebtheit bei Fans von grünen Smoothies. Als Zutat zu grünen Smoothies ist Moringa sozusagen das einzig “erlaubte” Superfood. Grüne Smoothie Puristen schwören auf den Dreiklang aus grünem Blattgemüse, Obst und Wasser. Superfoods hatten bislang, ginge es nach den Verfechtern dieser grüne Smoothie Regel, keine Berechtigung im grünen Smoothie. Moringa scheint da eine Ausnahme zu sein. Nicht ohne Grund. Sehen wir uns dieses angebliche Wunder, diesen “Tree of life” oder “Baum des Lebens” einmal genauer an.

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“Der Baum, der Fidel Castro stark macht wie eine Eiche”

Moringa SchotenMoringa (bot. Moringa oleifera) ist ein immergrüner Baum der überwiegend in den Tropen wächst. Temperaturen unter 18°C verträgt die Moringapflanze nicht. Ursprünglich stammt Moringa aus Indien, vom Fuße des Himalayas. Von dort hat sich der genügsame, schnellwachsende Baum, in alle Erdteile verbreitet. Vermutlich wurden Moringa Samen durch die britischen Kolonialherren in andere Regionen gebracht – so hält sich zumindest die populäre Version auf zahlreichen Internetseiten. Heutzutage ist Moringa vor allem in Südostasien als Nahrungsmittel gebräuchlich. Man isst dort hauptsächlich die Schoten und Blätter.

Auf den Philippinen gehört Moringa zur täglichen Ernährung wie bei uns das Wurstbrot. Moringa findet dort in vielen weiterverarbeiteten Lebensmitteln Anwendung. Aber auch in Afrika und in Mittelamerika ist die nahrhafte Pflanze zu finden. Cubas Fidel Castro schwört angeblich seit Jahren schon auf Moringa Pulver und erfreut sich vielleicht gerade deswegen auch mit 88 Jahren noch seiner Gesundheit. (Tipp: Suchworte Fidel Castro & Moringa bei Google eingeben).

Der größte Produzent für Moringa Produkte dürfte jedoch Indien sein. Genaue Zahlen existieren dazu allerdings nicht. Jedoch gehen Quantität und Qualität nicht immer Hand in Hand und schon öfter hörte man von angeblichen Bio-Produkten, die mit Schwermetall- oder Pestizidmengen jenseits der zulässigen Höchstgrenzen belastet waren. Womit wir auch schon beim ersten Qualitätskriterium für Moringa Pulver und Moringa Produkte im Allgemeinen wären.

Moringa Qualitätskriterien

1. Bioqualität

Biozertifiziertes Moringa Pulver ist zwar noch lange kein Garant für einwandfreie Qualität – schwarze Schafe gibt es immer – aber die Biozertifizierung ist zumindest schon mal eine regulative Hürde, die ein entsprechender Produzent nehmen muss und sie beinhaltet Richtlinien, deren Einhaltung auch regelmäßig nachgeprüft wird. Wenn dann allerdings vom nicht Bio zertifizierten Nachbarfeld Pestizide vom Wind herübergetragen werden, kann auch eine Bio zertifizierte Produktion theoretisch kontaminiert werden. So wohl schon geschehen, bei Goji-Beeren aus China. Daneben gibt es einige Hersteller, die “Wildwuchs” Qualität anbieten. Dies ist kein geschützter oder definierter Begriff wie “Bio” und daher kaum nachprüfbar. In Kombination mit dem Begriff “Rohkost” wird dann meist eine “besondere Qualität” suggeriert. Man könnte aber auch meinen, hier würde Ware verkauft, die es eben nicht durch die Bio-Zertifizierung geschafft hat.

2. Herkunftsland

Neben der Bio-Zertifizierung spielt auch das Herkunftsland eine große Rolle. In der Konsumentenschaft besteht in Bezug auf manche Produktsegmente im Lebensmittelbereich die Vermutung, dass Produkte aus fernöstlichen Herkunftsländern eher von minderer Qualität sein könnten, als gleiche Produkte aus anderen Regionen. Ob dies für Moringa tatsächlich gilt, können wir nicht bestätigen, dementieren aber auch nicht. Welches Kriterium hilft aber dann bei der Beurteilung, ob Moringa von guter Qualität ist?

3. Hersteller / Produzent

Wie bei anderen Lebensmitteln auch, gibt es Hersteller, die direkt selbst produzieren bzw. beziehen und solche, die lediglich abfüllen und vertreiben. Das ist bei Moringa ähnlich und unserer Meinung nach die beste Möglichkeit die Spreu vom Weizen zu trennen. Hersteller die einen direkten Bezug zum Ursprung ihrer Ware haben und sich ggf. auch noch in den Anbauprozess involvieren haben wahrscheinlich ein größeres Interesse, langfristig einwandfreie und qualitativ hochwertige Ware zu produzieren, als solche Hersteller, die mal schnell eben etwas einkaufen und abfüllen. Und dies führt uns zum vierten Kriterium, der Transparenz.

4. Transparenz

Hersteller die ihre Bezugsquellen oder Herkunftsgebiete, die Anbaugebiete oder auch die Produzenten ihrer Produkte transparent darlegen und evtl. auch noch die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette beschreiben gewinnen Verbrauchervertrauen – nicht umsonst. Die Transparenz ist einer der wichtigsten vertrauensbildenden Faktoren im Lebensmittelbereich und wird immer häufiger von den Konsumenten erwartet. Unser Tipp lautet daher, von Herstellern zu kaufen, die eine entsprechende Transparenz zeigen.

5. Preis

Der Preis ist ausschlaggebend. Eine 1kg Packung zu einem Preis für den woanders nur 250g drin wären wirft erst einmal Fragen auf. Sind die anderen zu teuer, oder ist die angebotene Ware zu günstig? Es ist wie mit allen Lebensmitteln: Gerät der Preis unter Druck, tut es die Qualität vermutlich auch. Glücklicherweise ist der Preis kein alleiniges, ausschlaggebendes Kriterium. Besonders für ernährungsbewusste Menschen und solche die sich für gesunde und hochwertige Nahrung interessieren nicht. Informierte und qualitätsbewusste Konsumenten achten zwar auf den Preis, aber vor allem darauf, dass dieser nicht niedriger ist, als das allgemeine Niveau vergleichbarer Produkte. Schon der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass ein Produkt dass nur ein Bruchteil des marktüblichen Preises kostet, mit Vorsicht zu genießen sein könnte. Und schließlich können Preise nicht unter gewisse Grenzen sinken, ohne dass Teilnehmer der Wertschöpfungskette darunter leiden. Womit wir beim letzten Qualitätskriterium für Moringa wären.

6. Fairness bzw. Fair Trade

“Sich selbst etwas Gutes tun.” So lautet die Devise vieler, die Moringa täglich konsumieren. Fit, schön, jung, schlank, schlau usw. Moringa kann angeblich alles. Wer so viel an sich denkt, sollte auch an andere denken. Und zwar an diejenigen, die am anderen Ende der Kette stehen. Die Produzenten und Erzeuger der wertvollen Moringa-Produkte. Positiv hervorzuheben sind besonders solche Hersteller, die auf Augenhöhe und mit Fairness und Transparenz mit den Moringa-Bauern zusammenarbeiten. Idealerweise verknüpft mit Bemühungen, die Anbau- und damit auch die Lebensbedingungen der Erzeuger zu verbessern.

Die Checkliste für den Moringa-Kauf lautet also:

  1. Bioqualität
  2. Herkunftsland
  3. Hersteller
  4. Transparenz
  5. Preis
  6. Fairtrade

Doch was geschieht nun nach dem Kauf. Das frisch erworbene Päckchen Moringa-Pulver (oder Moringa Kapseln, etc.) ist eingetroffen und wartet auf seinen ersten Einsatz im grünen Smoothie oder im Superfood Smoothie.

Moringa richtig testen

Ähnlich wie bei einer Weinprobe, sollte dabei folgendermaßen vorgegangen werden.

  • Sehen
  • Riechen
  • Schmecken

Moringapulver für grüne SmoothiesDas Moringa Pulver sollte eine kräftige grüne Farbe haben. Es sollte “gesund” aussehen, wie gesunde grüne Blätter normalerweise anmuten. Je feiner das Moringa vermahlen ist, desto heller wird es. Hellgrün und Dunkelgrün ist also nur eine Frage des Mahlgrades. Braunes, graues, gelbliches oder blässliches Moringa deutet auf einen Fehler in der Verarbeitung hin. Das Moringa kann im Zweifelsfall zu heiß getrocknet, oder vermahlen worden sein, oder es wurde zu langsam oder zu feucht getrocknet. Am besten ist solches Moringa Pulver, welches an der frischen Luft, aber unter schattigen, überdachten Hallen getrocknet wird. So kann der Luftzug das Moringa schnell trocknen, es wird dabei aber nicht zu heiß.

Moringa sollte außerdem kräftig grasig-heuartig riechen. Manche Menschen erinnert es dabei etwas an Mate-Tee aus Südamerika. Es sollte immer frisch und duftend riechen. Keinesfalls sollte das Moringa muffig oder unangenehm riechen. Ist das der Fall, könnte es im schlimmsten Fall sogar verdorben sein.

Wie schmeckt gutes Moringa? Gutes Moringa hat einen leicht – aber wirklich nur leicht – pikanten Geschmack und erinnert etwas an Brunnenkresse. Das liegt an den enthaltenen Senfölglykosiden. Außerdem erinnert es etwas an Spinat, oder andere stark Chlorophyll haltige Pflanzenpulver wie Weizengras oder Gerstengras. Allgemein schmeckt Moringa recht “pflanzlich”, das gehört dazu. Am besten macht sich Moringa daher in grünen Smoothies, aber auch in herzhaften Gerichten, wie zum Beispiel Pesto, Kräuterbutter, Spinat, grüner Soße, Suppen usw.

Hat das Moringa Pulver alle Tests bestanden, steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Tolle Rezepte mit Moringa finden sich auf unseren Rezeptseiten.

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